Wie sieht eine optimale Nachbehandlung nach einem Facelift aus?

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Tipps zur Nachbehandlung nach dem Facelift

Nach dem Facelifting sind die Schnittstellen noch verborgen und brauchen Ruhe, um heilen zu können. Die Versorgung und Pflege der Narben ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der Nachsorge. Keinesfalls sollte der Patient oder die Patientin ohne ärztliche Rücksprache Pflaster oder Verbände entfernen. Auch wenn die Neugier über das Aussehen verständlich ist, handelt es sich nur um wenige Tage, in denen der Druck auf die Schnitte wichtig ist, damit die späteren Narben möglichst unsichtbar sind.

Direkt nach der Operation – so geht es weiter

Die Ansprüche an die Nachsorge sind abhängig vom Umfang des Eingriffs. Umfangreiche Faceliftings können einen Klinikaufenthalt von etwa einer Woche erforderlich machen. Bei kleinen Eingriffen und Vollnarkose bleibt der Patient mindestens einen Tag unter ärztlicher Aufsicht. Muss lediglich lokal betäubt werden und erhält der Patient höchstens ein Sedativum (starkes Beruhigungsmittel) und verbringt er die Operation in einer Art Dämmerschlaf, braucht er anschließend einige Stunden, um sich zu erholen. Im Anschluss ist am selben Tag die Entlassung möglich.

Das leistet der Kopfverband

Der Kopfverband umgibt Stirn und Wangen und führt unter dem Unterkiefer hindurch. Er schützt das Gesicht und übt den nötigen Druck auf die operierten Stellen aus. Das gilt nicht nur für die Bereiche, in denen die Schnitte durchgeführt werden. Die Haut muss sich wieder mit dem darunterliegenden Gewebe verbinden. Darüber hinaus müssen Blutergüsse abheilen und die Schwellungen abklingen. Dafür ist es wichtig, den Kopf in den ersten Tagen möglichst wenig zu bewegen. Je nach zu erwartender Wundflüssigkeit bleibt ein kleiner Schlauch zur Ableitung, eine Drainage, für wenige Tage liegen. Die Drainage ist wichtig für den Heilungsprozess und reduziert das Risiko von Komplikationen.

Nach dem Verlassen der Klinik

Es ist normal, dass die Haut nach dem Eingriff für einige Tage spannt. Grund ist nicht nur der durch die Straffung entstehende Spannungszustand der Haut, sondern auch die eine oder andere Schwellung. Eine vorsichtige, aber regelmäßige Kühlung ist wichtig, um die Schwellungen zu reduzieren. Dazu trägt auch eine Haltung mit erhöhtem Kopf bei. Das Spannungsgefühl lässt nach einigen Tagen nach, weil die Haut sich etwas dehnt und die Schwellungen nachlassen. Auch ein Taubheitsgefühl an einigen Hautstellen ist möglich, was jedoch normalerweise nach wenigen Tagen wieder nachlässt. Anstrengungen körperlicher Natur sollten in den ersten Wochen möglichst unterbleiben.

Fäden ziehen und Vorsichtsmaßnahmen

Die Patienten gehen nach der OP zu mehreren weiteren Terminen zur ärztlichen Kontrolle und Nachbehandlung. Die Fäden werden nach etwa zehn Tagen gezogen. Entscheidend dafür ist der Heilungsverlauf. Nach Ablauf von etwa drei Wochen sind im Gesicht für gewöhnlich keine Hinweise mehr auf den Eingriff zu erkennen. Deshalb ist eine Rückkehr zu Arbeit in diesem Zeitraum möglich. Sport im geringeren Ausmaß ist nach drei Wochen meist möglich, intensive sportliche Betätigung kann nach zwei bis drei Monaten wieder ausgeübt werden. Sonnenbäder und Solariumsbesuche sind für sechs Monate zu vermeiden, da die Gefahr von auffälligen Verfärbungen an der Narbe besteht.

Das Risiko von Komplikationen

Bei kleinen Eingriffen ist das Risiko von Komplikationen ausgesprochen gering. Je mehr verändert werden soll, umso mehr unvorhersehbare Dinge können allerdings eintreten. Aus diesem Grund sind die Patienten angehalten, die Termine zur Nachsorge einzuhalten und den allgemeinen Empfehlungen zu folgen. Mögliche Probleme können bei einer verzögerten Wundheilung auftreten, aber auch durch verletzte Nerven und daraus folgende Lähmungen der versorgten Muskeln. Damit der Patient diese Möglichkeiten mit einkalkulieren kann, klärt der Arzt entsprechend vor dem Eingriff auf.



C. Schiller Carola Schiller
Gesundheitsredakteurin

aktualisiert am 09.05.2018
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