Welche Ergebnisse können durch ein Facelift erzielt werden?

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Ziele und Chancen einer Gesichtsstraffung

Wer sich für ein Facelift entscheidet, kann seine Vorstellungen für gewöhnlich sehr genau benennen. Störende Falten, aber auch überschüssiges Gewebe sollen beseitigt und damit ein jugendliches Aussehen wiederhergestellt werden. Aber inwieweit ist das möglich und wie lange hält der Erfolg an?

Was kann eine Gesichtsverjüngung wirklich leisten?

Im Beratungsgespräch erklärt der Patient dem Arzt, was ihn genau stört und was geändert werden soll. Der Arzt erklärt daraufhin, welcher Eingriff sich empfiehlt und welche Schnitte nötig sind. Weiterhin gibt der Arzt dem Patienten Auskunft, mit welchem Aussehen später zu rechnen ist und welche Veränderungen überhaupt machbar und sinnvoll sind. Das mögliche Ergebnis lässt sich auch mittels Computer vorab darstellen. Im Anschluss fällt die Entscheidung für oder gegen das Facelifting.

Keine Frage des Alters

Wer sich für ein Facelifting interessiert, braucht die Entscheidung nicht vom Alter abhängig zu machen. Schon bei 20-Jährigen kann eine Schönheitsoperation gerechtfertigt sein, z. B. nach einem starken Gewichtsverlust bei gleichzeitig schwachem Bindegewebe. Die meisten Menschen entscheiden sich aber ab dem 40. Lebensjahr für einen solchen Eingriff zur Gesichtsstraffung. Aufgrund der natürlichen Hautalterung und weiterer Einflüsse sind die Ergebnisse dann besonders überzeugend. Frauen und Männer, die sich in späteren Jahren für ein Facelifting entscheiden, dürfen ebenfalls mit einer deutlichen Verjüngung rechnen. Die gesundheitliche Verfassung sollte aber der Operation nicht entgegenstehen.

Voraussetzungen für den sichtbaren Erfolg

Je stärker die unerwünschten Folgen der Hautalterung zu sehen sind, umso überzeugender kann der Erfolg sein. Zu den typischen Anzeichen gehören:

  • schlaffe Gesichtshaut
  • hängende Wangen
  • Doppelkinn
  • schlaffe Haut unter den Augen
  • Schwellungen unter den Augen
  • tiefe Falten

Diese Anzeichen liegen zumeist bei Frauen und Männern ab dem 50. Lebensjahr vor. Hier lohnt sich häufig das umfangreiche Facelifting, bei der alle betroffenen Bereiche gestrafft werden.

Ab wann ist der Erfolg sichtbar?

Auch wenn das für viele Patienten enttäuschend ist – es dauert einige Wochen, bis das vollständige Ergebnis des Eingriff sichtbar ist. Zunächst müssen die Schwellungen abklingen und die Haut muss sich an die neuen Gegebenheiten anpassen. Sie kann sich in der ersten Zeit sehr straff anfühlen. Die Schwellungen klingen nach einigen Tagen ab. Nach wenigen Wochen sind die Begleiterscheinungen des Faceliftings normalerweise nicht mehr zu sehen und nach sechs Monaten ist die Haut wieder voll belastbar, auch für Saunagänge oder Sonnenbäder.

Mit diesen Erfolgen dürfen die Patientinnen und Patienten je nach der genauen OP-Methode rechnen:

  • Falten werden deutlich gemildert
  • Schwellungen werden beseitigt
  • schlaffe Haut wird wieder straffer
  • Kinn und Halspartie werden schlanker
  • Gesichtskonturen werden wieder schärfer

Die Erfolge lassen sich in einem einzigen Eingriff erreichen. Das ist für den Patienten auch schonender, als die Ziele in Etappen umzusetzen. Zudem sind die Kosten so geringer, da nur eine einzige Narkose anfällt und der Arzt die Schnitte so setzen kann, dass möglichst viele Wünsche umgesetzt werden können.

Nach einem Facelift kann ein gutes Ergebnis bis zu etwa 10 Jahre bestehen bleiben und auch danach kann das Gesicht weiterhin jünger aussehen. Die Alterungsprozesse lassen sich allerdings nicht aufhalten und im Laufe der Zeit können sich je nach den Patienten und Voraussetzungen neue Falten bilden.

Der Erfolg lässt sich nicht garantieren

Nicht in allen Fällen sorgt die Gesichtsstraffung für ein zufriedenstellendes Ergebnis beim Patienten. Zum einen kommt es manchmal vor, dass sich die Vorstellungen des Patienten nicht mit den Resultaten decken. Um diese Möglichkeit zu minimieren, ist im Vorfeld ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt notwendig. Zum anderen lassen sich Komplikationen nicht ausschließen, die sich auf das Endergebnis des Faceliftings auswirken. Dazu gehören Wundheilungsstörungen und verstärkte Narbenbildung, Verletzung von Nerven oder ein asymmetrisches Aussehen des Gesichtes. Mit der richtigen Wahl des Operateurs und der Klinik können solche Risiken gering gehalten werden.

Den richtigen Arzt finden

Für ein möglichst optimales Ergebnis ist es wichtig, dass Patienten die richtige Klinik und den für sie passenden Arzt finden, der den Eingriff durchführen kann. Solche Kliniken gibt es im In- und Ausland. Sie sollten über ausreichende Referenzen verfügen und umfassende Beratungen anbieten. Die Kosten für das Facelifting muss allerdings jeder Patient selbst tragen. Vor diesem Hintergrund ist der Wunsch nach einem möglichst günstigen Angebot verständlich. Jedoch ist es nicht immer die beste Lösung, den günstigsten Anbieter zu finden. Es ist auch nicht nötig, ins Ausland zu reisen. Bei kleinen Eingriffen kann es sich sowieso empfehlen, eine Klinik im nahen Umfeld zu suchen, denn so wird die schonende Heimreise am selben Tag nicht zur Belastung. Außerdem erleichtert diese Entscheidung die Nachsorge des Faceliftings.



C. Schiller Carola Schiller
Gesundheitsredakteurin

aktualisiert am 08.05.2018