Ab welchem Alter ist ein Facelift empfehlenswert?

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Eine Gesichtsstraffung kommt für immer mehr Menschen in Frage

Mit zunehmendem Alter wird das Bindegewebe schlaffer. Einzelne Hautpartien beginnen zu hängen und das Gesicht verliert seine Jugendlichkeit. Diesen natürlichen Alterungsprozess wollen immer weniger Frauen und Männer akzeptieren. Schließlich gibt es die Möglichkeit, mit einem Facelift etwas gegen schlaffe Hautpartien zu unternehmen. Bei der Überlegung, ein Facelift durchzuführen, spielt das Alter eine Rolle. Die Erfolgsaussichten der Operation hängen ebenfalls in gewissem Maße vom Alter ab.

In welchem Alter empfiehlt sich ein Facelifting?

Die Zeit, in der die Haut zu altern beginnt, ist genetisch festgelegt. Zwar lässt sich der Prozess durch eine sehr gesunde Lebensweise verlangsamen, ihn zu stoppen ist aber nicht möglich. Umgekehrt können äußere Einflüsse wie zu viel Sonne oder Rauchen die Hautalterung beschleunigen. Das Erschlaffen der Haut setzt also bei manchen Menschen früher ein, während andere sich bis ins höhere Alter über ein straffes Gesicht freuen dürfen. Spätestens mit 40 finden sich jedoch bei den meisten Menschen merkliche Anzeichen der Hautalterung im Gesicht. Ohne einen Eingriff lassen sich die Alterungserscheinungen nicht rückgängig machen.

Eine generelle Empfehlung für den richtigen Zeitpunkt, ein Faceliftung durchführen zu lassen, kann es entsprechend nicht geben. Bei gegebenen Voraussetzungen kann sich ein leichtes Facelifting in den meisten Fällen schon um das 40. Lebensjahr herum empfehlen. Bisweilen kommt ein kleines Facelifting bereits mit Mitte 30 in Betracht. Umfangreichere Eingriffe sind ab dem 50. Lebensjahr sinnvoll. Maßgeblich ist der persönliche Leidensdruck. Entscheidend ist daher, ob der Patient ein Facelift wünscht und wie der Chirurg die Voraussetzungen aus fachlicher Sicht einschätzt. Dabei zeigt sich auch, wie gut die Aussichten auf einen Erfolg und ein schönes Ergebnis sind.

Nach oben hin gibt es ebenso keine starre Grenze für das Alter beim Facelift. Wichtig ist insbesondere im höheren Alter, dass keine gesundheitlichen Bedenken gegenüber dem Eingriff bestehen. Daher ist eine operative Gesichtsstraffung oft noch nach dem 70. Lebensjahr möglich, bei einigen Personen ist die Operation noch um die 80 machbar.

Was passiert bei einem Facelift?

Faceliftings sind Schönheitsoperationen, bei denen die Gesichtshaut gestrafft wird. Das überschüssige Gewebe wird entfernt, sodass das Gesicht wieder straff und jugendlicher wirkt. Besonders häufig wird die Haut unter den Augen, der Stirn, Hals, Wangen und Schläfen gestrafft. Entsprechend wird zwischen oberem (obere Gesichtshälfte) und unterem Facelift (untere Gesichtshälfte) unterschieden.

Vor allem an den Stellen, an denen die Haut bereits hängt, lässt sich ein guter Erfolg verzeichnen. Schließlich gewinnt das Gesicht durch den Eingriff auch seine ursprünglichen Konturen zurück. Eine Gesichtsstraffung muss sich nicht auf den operativen Eingriff beschränken. Es besteht auch die Möglichkeit, weitere Verfahren einzubinden. Das kann ein Laser-Peeling sein oder auch eine Botulinumtoxin-(Botox®-)Behandlung.

Die Eingriffe sind allerdings nicht ohne Nebenwirkungen. Die Schnittführung bei einem Facelifting wird zwar so durchgeführt, dass Narben möglichst nicht sichtbar sind, dennoch kann bis zur Abheilung einige Zeit vergehen. Direkt nach den Eingriffen ist mit Schmerzen und Schwellungen zu rechnen.

Was spricht gegen ein Facelifting?

Allerdings gibt es auch Argumente oder Gegebenheiten, die gegen ein Facelifting sprechen. Ein vollständig faltenfreies Gesicht gibt es auch durch ein Facelifting nicht. Auch ist es nicht sinnvoll, sich für einen solchen Eingriff zu entscheiden, wenn lediglich einzelne Falten stören. Die Voraussetzung für einen Eingriff ist, dass der Patient gesundheitlich stabil genug für eine Operation in Narkose ist. Liegen Erkrankungen vor, die mit Wundheilungsstörungen einhergehen, wird der Chirurg außerdem von einem Facelift abraten. Das Alter allein ist hingegen kein Grund, sich gegen ein Facelifting zu entscheiden. Erfahrene Chirurgen liften auch Seniorinnen, wenn sie gesundheitlich stabil sind.

Faktoren, die das Gesicht altern lassen

Falten sind Teil der natürlichen Hautalterung. Die Ausprägung variiert aber von Person zu Person. Frauen neigen insgesamt mehr zur Faltenbildung, als das bei Männern der Fall ist, und das liegt am Aufbau der Haut. So ist die Haut von Männern dicker als die der Frauen. Sie enthält mehr Kollagen, was der Faltenbildung entgegenwirkt. Außerdem ist Männerhaut besser durchblutet und robuster gegen UV-Strahlen und andere Umweltbelastungen. Die Wechseljahre spielen ebenfalls eine Rolle bei der Hautalterung, denn die Versorgung der Haut ist hormonabhängig. Entsprechend wird die Haut der Frau nach den Wechseljahren dünner und trockener.

Doch nicht alles verläuft zugunsten der Männer. Auch sie bekommen Falten, die dann tendenziell tiefer werden als die der Frauen. Der Prozess der Faltenbildung setzt bei Männern etwa ab dem 35. Lebensjahr ein, denn dann erneuert sich die Haut langsamer. Die Haut verliert ihre Elastizität und die Gesichtsform verändert sich. Bei Frauen setzt die sichtbare Hautalterung früher ein. Schon etwa ab dem 25. Lebensjahr regeneriert sich die Haut weniger schnell und erste feine Fältchen bilden sich dort aus, wo die Haut besonders strapaziert wird. Typische Regionen sind die Nasio-Labial-Falten und die Augen.



C. Schiller Carola Schiller
Gesundheitsredakteurin

aktualisiert am 08.06.2018
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