Gynäkomastie

Lesezeit: 1 Min.

Was wird als Gynäkomastie bezeichnet?

Als Gynäkomastie wird ein Befund bezeichnet, bei dem die männliche Brustdrüse abnormal vergrößert ist. Ursachen sind Hormonstörungen (auch durch Anabolika), die ihrerseits manchmal durch Leberzirrhose und starken Alkoholkonsum zustande kommen können aber auch durch Übergewicht bedingt sein können. Oft ist die Brust aber einfach nur wegen einer vermehrten Fetteinspeicherung vergrößert.

In einem solchen Fall wird es als Pseudogynäkomastie oder Lipomastie bezeichnet, da das Drüsengewebe selbst nicht vermehrt ist. Die Gynäkomastie hat keinen sicheren Krankheitswert, ist den Betroffenen aber sehr unangenehm. Deshalb kann unter bestimmten Voraussetzungen (Brustdrüse über 2 cm im Durchmesser) eine Operation auch zu Lasten der Krankenkasse durchgeführt werden. Der Eingriff ermöglicht eine Brustverkleinerung, so dass eine weitgehend normal aussehende männliche Brust erreicht werden kann.

Gründe für eine Gynäkomastie beziehungsweise Brustkorrektur

Die vergrößerte Brustdrüse beim Mann kann beidseits, manchmal aber auch nur auf einer Seite auftreten. Sie kann so weit gehen, dass die Brust fast wie bei einer Frau aussieht. Zumeist sind Hormone für die Gynäkomastie verantwortlich. Ein Überschuss an Prolaktin, Östrogen oder ein Mangel an Testosteron kann zur verstärkten Entwicklung der Brust führen. Hormonelle Abweichungen können wiederum unterschiedliche Ursachen haben. Erkrankungen des Hodens, Prostata oder der Nebennieren können ebenso eine Gynäkomastie bedingen wie eine Leberzirrhose. Ein Alkoholismus kann einerseits wegen veränderter Hormonproduktion, andererseits auch über eine Lebererkrankung zur Vergrößerung der männlichen Brüste führen. Medikamente oder Drogen können ebenso die Ursache sein. Eine einseitig vergrößerte Brust kann in Einzelfällen durch einen Tumor verursacht werden. Weit häufiger ist eine harmlose Vermehrung von Bindegewebe. Ist eine Brustvergrößerung beim Mann nicht durch die Hormone, sondern etwa durch eine verstärkte Einlagerung von Fett verursacht, so heißt dies Pseudogynäkomastie oder Lipomastie.

Die Gynäkomastie kann sich mit einer mehr oder weniger starken Vergrößerung der Brüste bemerkbar machen. Viele Männer, die dies betrifft, stören sich sehr an dieser Veränderung. Sie trauen sich oft nicht mehr, mit freiem Oberkörper in die Öffentlichkeit zu gehen, beispielsweise im Schwimmbad. Eine Brustkorrektur kann Abhilfe schaffen. Die Gesundheit ist durch die Gynäkomastie an sich nicht beeinträchtigt. In seltenen Fällen ergibt sich ein Spannungsgefühl an der Brust oder sogar Schmerzen. Bei nicht wenigen jugendlichen Männern findet sich eine Art Gynäkomastie, die im Laufe der Zeit wieder verschwindet. Sie muss nicht operiert werden.

Letzte Aktualisierung am 12.02.2018.
VDÄPC - Ästhetisch-Plastische Chirurgen

Unsere Arztsuche stellt Ihnen Mitglieder der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen vor.

Plastischer Chirurg für Gynäkomastie
Dr. V. Moser
Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie
in 14059 Berlin
Portrait Dr. med. Rolf Münker, Klinik für Ästhetisch-Plastische Chirurgie, Stuttgart Bad-Cannstatt, Stuttgart, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie Dr. R. Münker
Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie
in 70372 Stuttgart
Portrait Dr. med. Peter Neumann, aesthetic and soul - Praxisklinik, München, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie Dr. P. Neumann
Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie
in 80331 München
Alle anzeigen Zufall